Weihnachtsdruckerei 2025 – das Druckerviertel lädt ein

Auch dieses Jahr wird am Möncheplatz 1 wieder zur traditionellen und spannenden Weihnachtsdruckerei ins Druckerviertel eingeladen. Am Nikolaustag, Samstag 6. Dezember 2025 gibt es der Zeit von 11 bis 14 Uhr viel in den Druckwerkstatträumen zu entdecken und zu erfahren. So laden beispielsweise die Druckkünstler der DruckerBande wieder zu spannenden Mitmach-Druckaktionen an. Es gibt dieses Jahr aber noch weitere spannende Neuigkeiten zu erleben. So wird erstmalig auch die jüngst in der DruckerBande eingezogene innovative 3-D-Druckwerkstatt Additerverce des ukrainischen Ingenieurs Oleg Kirieiev der Öffentlichkeit vorgestellt. Und es werden auch spannende Neuigkeiten über die Entwicklung der Druckerviertel gGmbH zu erfahren sein.

Legodruck mit der Druckerbande

Die DruckerBande lädt unter anderem zum „LEGOdruck“ ein – ein Vergnügen für Klein und Groß! Mit Legoplatten werden Druckformen gebaut, die dann auf Andruckpressen gedruckt werden. Ganz ohne Vorkenntnisse kann so spielerisch in die kreative Welt der Druckgrafik eingestiegen werden. Ein tolles Projekt für die ganze Familie! Den Ton in der DruckerBande gibt dabei der unverwechselbare, taktsichere Sound des Original Heidelberger Tiegels an. „Weihnachtslieder zur Druckmaschinenrhythmus, das wird eine Freude“, so die aktiven Drucker und Druckerinnen im Chor.

3d Druck trifft Hochdruck

3D-Druck und Buchdruck – beide haben den Druck in ihrem Namen. Ansonsten sind es gänzlich verschiedene Handwerke. Oleg Kirieiev erarbeitet mit seinen 3D Druckern unter anderem ein dreidimensionales Archiv der im Einbecker Fachwerk typischen Bau- und Schmuckformen. Hier kann geschaut und angefasst werden. Entwickler Oleg Kirieiev freut sich auf interessierte Besucher, die dieses spannende Projekt entdecken mögen.

„Die DruckerBande arbeitet in seit jeher in 2d, benötigt aber dreidimensionale Formen für Ihr Handwerk – Schrift und sogenannte Klischees. Da tun sich Synergien zwischen „oldstyle“ Hochdruck und dem Digitalen auf: Das Logo der DruckerBande gibt es seit neustem auch als Druckform, geliefert aus dem 3d Drucker von Additiverse.

Neues vom Druckerviertel

Neben den vielfältigen Druckarbeiten im Haus, macht auch das Druckerviertel an sich Druck – und zwar in Sachen Denkmalschutz und Quartiersentwicklung. Der Kulturschaffende Martin Keil wird in seiner Funktion als Geschäftsführer der im Sommer gegründeten Druckerviertel gGmbH in Bild und Wort darüber berichten, wie die gGmbH inzwischen aufgestellt ist und wie man sich bei Interesse auch selbst in diesem Quartier mit einbringen kann.

„Bestens unterhalten werden zur Weihnachtsdruckerei vom jüngsten Sproß bis zur ältesten Druckerseele ganz sicher alle Besuchenden!“ so die Veranstalter der Weihnachtsdruckerei.

Alle Workshop- und Informationsveranstaltungen können kostenlos erlebt werden. Spenden sind willkommen. Weitere Informationen finden sich über das Hauptmenü dieser Website und speziell auch im Blog der Seite.

Besuch aus Berlin im entstehenden Druckerviertel

SAI-Lab zu Gast bei der Druckerviertel gGmbH in Einbeck

Mit Michael Hüllenkrämer vom SAI-Lab – dem Labor für nachhaltige und nützliche Innovationen, auf Englisch: „Sustainable Accessible Innovations Laboratory (SAI-Lab) der Technischen Universität Berlin, war am 29. und 30. Oktober ein Experte für nachhaltige Mobilitäts- und Infrastrukturkonzepte zu Gast im Druckerviertel Einbeck. Das SAI-Lab beschäftigt sich mit der nachhaltigen und gemeinschaftsorientierten Nutzung urbaner Räume. Dabei steht die Verbindung von Nachhaltigkeit, sozialer Innovation und kulturtechnischer Machbarkeit im Mittelpunkt.

Michael Hüllenkrämer zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der in Einbeck entstehenden Initiativen:

„Ich finde die Verbindung verschiedenster nachhaltiger Projekte ausgesprochen spannend, die mich jetzt schon zwei mal nach Einbeck geführt haben. Zum „Forum freie Lastenräder“ des Verbandes Freier Lastenräder besuchte ich im Frühjahr 2025 erstmalig Einbeck. Ich war sehr entzückt über die Wirkung, die die vielen modernen Lastenräder vor den wundervollen historischen Fachwerkhäusern auf mich hatten. Moderne Mikromobilität trifft in Einbeck historische und ausgesprochen nachhaltige CO2-speichernde Bausubstanz. Nun freut es mich sehr, über die Szene der freien Lastenräder hier in Einbeck auch auf die historische Fachwerkbausubstanz aufmerksam geworden zu sein. Historische Gebäudeensembles und moderne Lastenradlogistik schließen sich sicher nicht aus. Ich bin gespannt, welche weiteren Synergien sich hier noch ergeben. Bewahren und Entwickeln im Bestand ist vernünftig konservativ – gepaart mit kreativen und ungewöhnlichen Ideen für Nachhaltigkeit entsteht so oft wirklich Zukunftsweisendes.“

Michael Hüllenkrämers Besuch unterstreicht, wie wichtig der Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und lokaler Initiative ist. Das Druckerviertel Einbeck wird nicht nur als Ort der kulturellen und handwerklichen Tradition, sondern auch als Labor für nachhaltige Stadtentwicklung verstanden – ein Platz, an dem Geschichte, Handwerk, Mobilität und Zukunft miteinander verbunden werden.

Es freut uns sehr, dass wir mit Michael Hüllenkrämer auch eine weitere Person gefunden haben, die durch die Gewährung eines privaten Darlehen den Kauf des Schroedterhauses mitfinzieren wird.

Michael Hüllenkrämers (3.v.r.) erster Besuch in Einbeck im März 2025 zum Forum freie LastenräderPodiumsdiskussion Karo Otte (MdB) und Vertretern verschiedener Lastenradinitiativen.

Michael Hüllenkrämer als Kreditgeber für die Druckerviertel gGmbH

Lover für’s Leben gesucht!

Fachwerklover, um genau zu sein.

Seit Kurzem prangt es unübersehbar an der Fassade des Eckhauses Lange Brücke 12 – unser neues, drei Meter großes Banner mit der vielleicht charmanteste Datinganzeige, die Einbeck je gesehen hat. Denn: die sieben Gesellschafter der jüngst gegründeten Druckerviertel gGmbH suchen Lover – einen oder besser noch ganze viele Lover. Aber nicht für romantische Abendessen bei Kerzenschein – sondern für ein gemeinsames Herzensprojekt: das Druckerviertel!

Wer sich nun fragt, ob die sieben Gesellschafter:innen wohl ihren Verstand verloren hätten, dem sei versichert: Nein – sie haben lediglich ihre Herz geöffnet. Für die alten Fachwerkbalken und bauphysikalisch genialen Lehmgefache. Und auch für jene Menschen, die den Charme knarzender Dielenböden zu schätzten wissen. Für Visionäre, die darin nicht nur Fachwerk aus einer vergangenen Zeit sehen, sondern auch Zukunft, nachhaltige Bausubstanz und viel Herz.

Der Aufruf „Lover für’s Leben gesucht“ ist ernst gemeint – und doch mit einem Augenzwinkern versehen:

Scan mich, wenn du Fachwerkliebe spürst!

Unter dem Motto „Lover für’s Leben gesucht“ entfacht unser riesiger QR-Code schon ganz unversehens die Neugier danach, dem Aufruf auf den Grund zu gehen. Wer scannt, landet direkt hier auf www.druckerviertel.de und erfährt mehr zu der kühnen Vision, aus einem stark in den Sanierungsstau geratenem Fachwerkensemble einen Zukunftsort zu machen – mit Werkstätten, Kultur, Wohnraum und ganz viel Seele.

Aber die Denkmalaktivisten wollen mehr als Likes und wohlwollende Worte. Sie wollen Menschen, die mitgestalten – mit Gedanken, mit Zeit und gerne auch mit einem finanziellen Investment in Form der Gewährung eines festverzinslichen Mikro-Kredites. Menschen also, die sagen:

„Ja, ich will –
und zwar eine liebenswerte Altstadt mit Häusern, die auch unsere Generation wohlbehalten überstehen werden.“

Nicht für weniger als die Rettung und die zukunftsfähige Entwicklung des Denkmalsensembles Druckerviertel am östlichen Entre in die schöne Einbecker Innenstadt werden hier Lover gesucht.

„Also: Augen auf beim nächsten Spaziergang durchs Viertel. Und wenn du das Banner siehst – zück dein Handy, scanne den Code und finde heraus, ob du vielleicht… ein echter Fachwerklover bist.“ so die Gesellschafter:innen der Druckerviertel gGmbH.

PS: Fachwerk ist kein Trend. Es ist eine Haltung.
PPS: Wer uns ein Selfie mit dem Banner und dem Hashtag #fachwerklover schickt, bekommt von uns ein echtes Dankeschön. Überraschung inklusive!

IGS KulTOUR besucht Kunstdruckwerkstatt Druckerbande

Im Rahmen des Wahlpflichtkurses „KultTOUR“ unter der Leitung der Lehrerin Lisa Hebel von der IGS Einbeck besuchten die Schüler_innen einer 7 Klasse kürzlich die Kreativwerkstatt der DruckerBande. Die Interessierten Besucher_innen konnten sich nach Anleitung von Patricia M.Keil eine Tasche oder selbst mitgebrachte Textilien bedrucken. Von Fachwerkrosetten über Hochrad und natürlich dem Schullogo landete alles gekonnt auf den coolen Objekten.

Druckerviertel gGmbH gegründet – Jetzt in Einbecks Baukultur investieren!

Es gibt da ein Modell, mit dem wir die Zukunft ins Denkmal einziehen lassen wollen: Mit unserer Mitte Mai frisch gegründeten Druckerviertel gGmbH nimmt ein unserer Ansicht nach außergewöhnliches Stadtentwicklungsprojekt weiter Fahrt auf. Zu siebt haben wir uns als engagierte Gesellschafter:innen zusammengetan, um das Häuserensemble Schroedterhaus im Druckerviertel auf einen sicheren Zukunftskurs zu schwenken. Und gemeinsam bringen wir dabei auch ganz verschiedenen Qualifikationen mit ein. Durch die Gemeinschaftsbrille von Kulturschaffenden, Medienprofis, Immobilienexperten, Denkmalaktivisten, Pädagogen und Künstlern sieht die Zukunft des Druckerviertels durchaus rosig aus.

Der Plan dahinter: Domdenken. Inspiriert von den Kathedralenbauern des Mittelalters, die wussten, dass sie den fertigen Bau selbst nie sehen würden – und trotzdem mit vollem Herzen Stein auf Stein setzten. Im Einbecker Druckerviertel heißt das konkret: keine persönlichen Gewinnabsichten, sondern verantwortungsvolle Objektpflege über Jahre hinweg. Die Mieteinnahmen können per Satzung nicht entnommen werden, bleiben somit zukünftig im Haus und fließen direkt in die Erhaltung und Sanierung des Objektes. „Das verstehen wir als echte und nachhaltige Baukultur – für heute, morgen und übermorgen.“ so Patricia Keil, die sich als Fachwerklover und Denkmalaktivistin seit vielen Jahren in Einbeck und der Region für Fachwerk begeistert und stark macht.

Und die ersten Schritte sind gemacht: Gut 100.000 Euro an Spenden und Fördermittelzusagen konnten schon vor der Gründung der gGmbH durch den inzwischen als Geschäftsführer der Druckerviertel gGmbH berufenen Kulturschaffenden Martin Keil eingeworben werden. Der Kauf des Schroedterhauses steht für den Sommer an – rund 500.000 Euro werden benötigt, inklusive Nebenkosten und kleinere erste Sanierungsmaßnahmen. „Die fehlenden rund 400.000 Euro könnten wohl durchaus komplett bankfinanziert werden – aber genau hier liegt die Einladung an alle, die mitgestalten möchten: Werde Teil dieses Zukunftsprojekts!“ so Martin Keil.

Ob über Mikroanleihen, private Spenden oder Stiftungsbeiträge – jede Beteiligung macht einen Unterschied. Die neue gGmbH ist gemeinnützig anerkannt, bietet transparente Mitmach-Möglichkeiten und zeigt, wie Denkmalschutz heute mehr sein kann als nur Erhalt: nämlich soziale Verantwortung, kulturelle Teilhabe und nachhaltige Stadtentwicklung in einem.

Mehr Infos und Investitionsmöglichkeiten gibt’s auf unserer Unterseite zur Druckerviertel gGmbh

Gründen macht Spaß – die Gesellschafter:innen am Tag der Gründung der Druckerviertel gGmbH am 13. Mai

Das Druckerviertel im Fokus von Architekturstudierenden der HAWK

»Radikal Denken — Sensibel Handeln«: Unter diesem Motto haben Studierende im Masterstudiengang Architektur an der HAWK Hildesheim an der Fakultät Bauen und Erhalten Szenarien für die stufenweise Transformation des Einbecker Druckerviertels entwickelt und am Donnerstag, den 13. Februar 2025 den Akteuren im Kiez und Interessierten in der kunsthistorischen Druckerwerkstatt DruckerBande zur Diskussion gestellt. Die insgesamt 8 Arbeiten wurden in zwei Zeitfenstern vorgestellt – von 11:00—12:45 und von 14:15—16:00 Uhr. Der Einladung, dieser öffentlichen Vorstellung der Studienarbeiten beizuwohnen folgten interessierte Einbecker Büger aus nah und fern. Im Zeitfenster von 15:30 bis 15:45 Uhr wurde durch den Kulturschaffenden Martin Keil die wirtschaftliche Zukunft des gesamten Druckerviertels in Form einer gemeinnützigen GmbH vorgestellt.

Ausgehend von einem selbst gesetzten, übergeordneten Thema für das Gesamtareal wurden Vorschläge und Ideen exemplarisch untersucht, wie neue Nutzungen die räumlichen Potentiale im Bestand beeinflussen. Der jeweiligen Konzeptidee folgend wurde durch Rückbau, Umbau oder Neubau der Strukturen im verbindenden Hof das Quartier von Innen nach Außen entwickelt und somit ganzheitlich neu gedacht – eben »Inside Out«.

Ein Semester lang haben sich acht Studierende unter der Betreuung von Prof. Peter-Karsten Schultz und Sonja Tinney der Herausforderung gestellt, die besonderen räumlichen Qualitäten des Druckerviertels und seinem Umfeld zu erkennen, und diese in einen spannenden Dialog aus Alt und Neu zu überführen. Dabei haben sie sich mit historischen Konstruktionen und Bauweisen auseinandergesetzt und dies exemplarisch bei der Umstrukturierung bestehender Fachwerkgebäude am Möncheplatz erprobt.

Die Kooperation mit der HAWK Hildesheim wurde durch die Denkmalpaten Einbeck unter der Trägerschaft der Konzert- und Kulturfreunde Einbeck nach Einbeck eingeladen.

Alle Arbeiten werden wir hier in Form von Video-Präsentationen vorstellen, sobald wir sie übermittelt bekommen haben werden. Für den Moment schon einmal einige Fotos von den spannenden Projektvorstellungen:

„Bauzaun der Fragwürdigkeit“ – Fachwerk-Denkmäler retten ist Herzenssache!

Im Jahre 2009 hatten sich Stadtrat und Bürgermeister Ulrich Minkner in trauter Einigkeit auf die Fahne geschrieben, unser heute als Druckerviertel bekanntes Fachwerkensemble abreißen zu lassen, um an gleicher Stelle ein Beton-Kaufhaus erichten zu lassen. Betonkopf-Pläne, die uns als Anlieger in der Langen Brücke 1 (TangoBrücke) fast um den Verstand brachten. Das historische und unter Denkmalschutz stehende Häuserensemble, zu dem wir damals noch gar keinen weiteren Bezug hatten, musste geschützt werden. Schließlich war Ende der 60er Jahre bereits die gegenüberliegende komplette Fachwerkhäuserzeile ähnlich „fortschrittlich“ gearteten Plänen zum Opfer gefallen. Mit dem Resultat, dem seit vielen Jahren maroden Betonbau Lange Brücke 9 – 11, müssen wir heute leben.

Die Pläne zum erneuten Abriss von Fachwerkulturerbe in der Einbecker Langen Brücke, konnten unter anderem durch solche öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen, einen mit vielen Bürgern herbeigeführten Bürgerentscheid und eine intensive Bespielung des potentiellen Investors mit spannenden Hindernis-Szenarien im Bereich Denkmalschutz, Naturschutz etc. verhindert werden. Es hat viel Kraft gekostet – aber betrachten wir heute die DruckerBande, das Co Working Space und vor allem die Zukunft des Druckerviertels in Form einer gemeinnützigen GmbH, dann war es das alles definitiv wert!

Let’s rock Denkmalschutz!

#denkmalpaten #denkmalaktivisten #fachwerkhooray

Nicht alles, was ätzt ist, ist ätzend!

Jüngst wurde die DruckerBande zur experimentellen Radiewerkstatt. Unter Anleitung von Claudia Binder hat eine mit fast allen Drucktechniken gewaschene Bande in der Werkstatt am Möncheplatz einfach mal einige Stunden lang Ätzradierungen heJüngst wurde die DruckerBande am Möncheplatz zur experimentellen Radierwerkstatt. Unter Anleitung von Claudia Binder hat eine mit fast allen Drucktechniken gewaschene Bande in der Werkstatt einige Stunden lang Ätzradierungen hergestellt. Ziel dieser spannenden Aktion war auch herauszufinden, ob sich nicht gegebenenfalls zukünftig auch hin und wieder ein Workshop „Ätzradierung“ als weiteres Angebot der DruckerBande aufnehmen lassen könnte.

Die Arbeitsschritte bei der Herstellung einer Ätzradierung sind dabei durchaus umfangreich und aufwendig. Zunächst wird eine Kupferplatte sorgfältig poliert, sodann entfettet und mit einem Abdecklack beschichtet, damit die Oberfläche dort, wo später kein Motiv ist, vor der Säure geschützt ist. Sodann folgt mit dem Einritzen des Motives auch schon der kreative Teil der Arbeit. Dann wird es „ätzend“, in dem die Platte mit Eisen(III)-chlorid geätzt wird. Danach wird der Abdecklack entfernt und die Platte mit Kupferdruckfarbe eingefärbt. Nach dem Durchwalzen in der Tiefdruckpresse zeigt sich bereits eine schöne Strichätzung. Sollen darüber hinaus auch homogene Flächen entstehen, muss ein 2. Arbeitsgang mit der sog. Aquatinta-Technik erfolgen. Dazu wird Kolophonium-Pulver aufgestreut und angeschmolzen, erneut geätzt und schließlich wieder gedruckt. Die Tiefdruckpresse wurde der DruckerBande vor zwei Jahren vom Kunsthaus Collage Dassel überlassen. 

Der ganze technische und kreative Prozess ist zeitlich schon etwas aufwendig. Die Druckergebnisse halten dann für Einsteiger in diese Druckkunstform dabei auch noch durchaus Überraschungen bereit, da es von vielen Faktoren und Variablen abhängt, was man am Ende zu sehen bekommt. Alle Teilnehmer:innen der DruckerBande waren aber wie stets sehr motiviert bei der Sache und somit ist der Gedanke, auch im Bereich der Ätzradierung zukünftig hin und wieder Workshops anzubieten, durchaus eine spannende Option.

Wer Interesse hat, sich auch mit dieser Form der Druckkunst zu beschäftigen, kann sich z.B. zum „Tag der Druckkunst“ am Samstag, den 15.03.25 zwischen 11 und 13 Uhr persönlich vor Ort in der DruckerBande informieren. Denn dann wird dort auch eine kleine Demonstration zur Ätzradierungen erfolgen.

Fotos und Spiegelstriche Arbeitsschritte: Wolfgang Böttcher / Mitglieder der DruckerBande

Die Gesellschafter:innen der Druckerviertel gGmbH i.G.

Am Dienstag, den 14. Jan. war es endlich so weit: die Gesellschafter:innen der sich in Gründung befindlichen Druckerviertel gGmbH haben das erste mal gemeinsam am Besprechungstisch im Einbecker KulturBüro Platz genommen. Die obligatorische Vorstellungsrunde der Gesellschafter:innen machte schon einmal Laune. Die Motivation zum „Domdenken“ im Druckerviertel ist bei allen groß. Die beruflichen Hintergründe sind hingegen sehr unterschiedlich und gerade das macht die Gruppe der Gesellschafter:innen so interessant.

Bis zur Gründung und vor allem bis zum Kauf des SchroedterHauses gibt es schon noch einiges zu tun. Neben den verwaltungstechnischen Aufgaben wie z.B. der Gründung der gGmbH und die Erlangung eines Freistellungsbescheides bzw. eben damit einhergehend der Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt steht vor allem auch noch die Hürde zur Finanzierung des Kaufpreises für das SchroedterHaus im Aufgabenheft der engagierten Domdenker.

Am 14. Jan. konnten die Gesellschafter:innen sodann auch noch Vertreter der Bürgerstiftung Einbeck und der AKB-Stiftung zum Gespräch im Druckerviertel begrüßen. Beide Stiftungsvertretenden begegnetem dem Kerngedanken der gGmbH, also dem „Domdenken“, grundsätzlich wohlgesonnen und mit Interesse. Domdenken im Zusammenhang mit dem Druckerviertel meint vor allem, dem über Jahrzehnte entstandenen großen Sanierungsstau durch die konsequente Investition aller im Haus erwirtschafteten Mittel ins Haus zu begegnen. Die Entnahme von Erträgen soll dem Haus auf diese Weise konsequent erspart bleiben.

Auf dem Foto von links nach rechts:

Annette Spieker / Robert Schroedter / Florian Spieker / Jan Vogt / Patricia Keil / Martin Keil